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Was ist Data Center Development – und warum ist es eine eigene Disziplin?

  • Florian Späth
  • 27. Apr.
  • 2 Min. Lesezeit

Der Begriff Data Center Development taucht in Investoren-Präsentationen, Baugenehmigungsanträgen und Projektentwicklungs-Briefings auf – aber was genau bedeutet er? Und warum ist die Entwicklung eines Rechenzentrums so fundamental anders als die Entwicklung einer klassischen Gewerbeimmobilie?


Definition: Was ist Data Center Development?

Data Center Development bezeichnet die vollständige Projektentwicklung eines Rechenzentrums: von der ersten Standortidee über die Machbarkeitsprüfung, Genehmigung und Planung bis zur Bauausführung und Inbetriebnahme. Es umfasst alle Phasen, die notwendig sind, um aus einem Grundstück oder einem bestehenden Gebäude einen betriebsbereiten, investmentfähigen Rechenzentrumsstandort zu machen.


Wichtig: Der Developer ist nicht der Bauherr und nicht der Dienstleister – er ist der Initiator, Strukturierer und Treiber des gesamten Entwicklungsprozesses. Er identifiziert Standorte, bewertet sie systematisch, strukturiert die Finanzierung und führt das Projekt bis zur Investitionsreife oder Baureife.


Warum ist Data Center Development keine klassische Immobilienentwicklung?


Technische Komplexität als Grundbedingung

Ein Rechenzentrum ist kein Gebäude, das zufällig Technik enthält. Es ist eine hochkomplexe technische Anlage, die in einer Gebäudehülle untergebracht wird. Stromversorgung (USV, Diesel-Aggregate, Hochspannungsanschluss), Kühlung (CRAC-Einheiten, Freikühlung, Wasserversorgung), Sicherheitssysteme und Brandschutz sind keine Ausstattungsmerkmale – sie sind das Produkt. Ein Developer ohne tiefes technisches Verständnis dieser Systeme kann keine belastbaren Standortbewertungen liefern.


Andere Genehmigungslogik

Rechenzentren benötigen Baugenehmigungen nach Landesbauordnung, aber auch Genehmigungen für Hochspannungsanlagen, Anlagen zum Umgang mit Gefahrstoffen (Diesel), Lärmemissionen von Kühlanlagen und ggf. Umweltverträglichkeitsprüfungen. Die Genehmigungsphase dauert in Deutschland typischerweise 12 bis 36 Monate. Wer das nicht einplant, vernichtet Investorenkapital.


Untrennbare Verknüpfung von Hochbau und TGA

Während bei einem Bürogebäude Hochbau und TGA relativ unabhängig geplant werden können, sind sie beim Rechenzentrum von Beginn an untrennbar verknüpft. Kollisionen zwischen Kabeltrassen, Kühlleitungen und Tragwerk entstehen nicht auf der Baustelle – sie entstehen in der Planung, wenn niemand den Überblick behält.


Die Entwicklungsphasen aus Sicht des Developers


Phase 1: Standortscreening und Scoring

Systematische Identifikation und Vorabprüfung von Standorten anhand definierter Kriterien: Netzanbindung (Entfernung zur 110-kV-Leitung), planungsrechtliche Situation (B-Plan, FNP), Bodenbeschaffenheit, Kühlwasserverfügbarkeit, politisches Umfeld der Gemeinde. FS Consult Infra Development setzt hierfür ein proprietäres selbstentwickeltes Scoring-Modell ein, das Standorte objektiv und nachvollziehbar bewertet. Dauer: typischerweise 2 bis 6 Monate.


Phase 2: Investoren-Teaser und Mandatierung

Auf Basis des Scorings werden strukturierte Investor-Teasers erstellt. Erst wenn ein Investor Interesse signalisiert und ein Mandat erteilt, beginnt die vertiefende Due Diligence – inklusive Grundbuchprüfung, Netzanschluss-Voranfrage und Machbarkeitsstudie. Das schützt den Developer vor unbezahlter Vorleistung und den Investor vor unstrukturierten Angeboten.


Phase 3: Planung, Genehmigung und Baureife

Beauftragung von Architekten, Tragwerksplanern, TGA-Planern und IT-Infrastruktur-Spezialisten. Erstellung aller Planungsunterlagen für Baugenehmigung, Netzanschlussvertrag und weitere Genehmigungen. Ziel: Den Standort in einen Zustand zu bringen, in dem der Investor oder Betreiber direkt mit dem Bau beginnen kann.


Phase 4: Übergabe oder Co-Entwicklung

Je nach Struktur wird der entwickelte Standort an den Investor oder Betreiber übergeben (Asset Sale, Forward Deal) oder der Developer begleitet die Realisierungsphase als Construction Manager oder Bauherrenvertreter. Beide Modelle sind möglich – die Entscheidung hängt von der Projektstruktur und dem Investorenmodell ab.


Was FS Consult Infra Development in diesem Prozess leistet

FS Consult Infra Development – geführt von Florian Späth – entwickelt Data Center Standorte vom ersten Screening bis zur Investitionsreife. Das bedeutet: strukturierte Standortidentifikation, technische und regulatorische Bewertung, Investor-Reporting und Entwicklungsbegleitung – aus einer Hand, mit ingenieurtechnischer Tiefe und unternehmerischer Perspektive.


Kontakt und Erstgespräch: www.fs-cid.com

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